Interreg Österreich-Bayern 2014-2020

EZWK - Alte Gemüsesorten

Erhaltung alter Gemüsesorten des Alpenraums

Themenfeld:
Natur und Bildung, Klima
Projektnummer:
BA0300450
Projektzeitraum:
01.01.2026 - 01.03.2027
Projektart:
Kleinprojekt
Aktion:
Grenzenlose Natur- und Kulturlandschaft
Leadpartner:
Verband der Tiroler Obst- und Gartenbauvereine - "Grünes Tirol"
Projektpartner:
Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Garmisch-Partenkirchen e. V.
EFRE Fördersatz:
75%

 

Altes Saatgut für die Zukunft

Im Alpenraum schlummert ein kostbarer Schatz: alte Obst- und Gemüsesorten, die über Generationen an Höhenlage, Klima und raue Bedingungen angepasst wurden. 2024 haben der Kreisverband für Gartenbau Garmisch-Partenkirchen und der Verband der Tiroler Gartenbauvereine „Grünes Tirol“ mit einem gemeinsamen Projekt zur Apfel- und Birnensortenvielfalt den Grundstein für eine enge grenzüberschreitende Zusammenarbeit gelegt. Diese wird nun konsequent weiterentwickelt.

Während im Landkreis Garmisch-Partenkirchen kaum noch historische Gemüsesorten erhalten sind, konnte in Tirol eine beeindruckende Vielfalt bewahrt werden. Genau hier setzt das Projekt an: Altes, widerstandsfähiges Saatgut soll wieder in die Gärten zurückkehren – dorthin, wo es lebt, sich anpasst und weiterentwickelt.

Warum alte Gemüsesorten so wichtig sind

Diese Sorten sind mehr als Nostalgie. Sie können Antworten auf den Klimawandel liefern: robust gegen Trockenheit, widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und an extreme Wetterlagen angepasst. Gleichzeitig sind sie Teil unseres kulturellen Erbes, stärken regionale Identität und eröffnen neue Chancen für Selbstversorgung, Regionalvermarktung und Genussregionen in Tourismus und Gastronomie.

Gemeinsam bewahren, gemeinsam weiterentwickeln

Durch den Austausch von Saatgut zwischen der Genbank Tirol, Gartenbauvereinen und Saatgutbibliotheken beiderseits der Grenze entsteht ein lebendiges Netzwerk. Gärtnerinnen und Gärtner bauen die Sorten an, gewinnen eigenes Saatgut und bewerten die Pflanzen. So zeigt sich innerhalb weniger Jahre, welche Sorten sich bewähren und eine Zukunft haben.

Begleitende Vorträge, Saatguttauschbörsen und Aufrufe zur Meldung alter Lokalsorten laden zum Mitmachen ein. Die Ergebnisse werden transparent veröffentlicht – und fließen direkt in die Weiterentwicklung der Sorten ein.

So wächst aus alten Samen neue Vielfalt – für unsere Gärten, unsere Ernährung und kommende Generationen.