Interreg Österreich-Bayern 2014-2020

EZWK - Steinadler

Steinadler kennen keine Grenzen

Themenfeld:
Natur
Projektnummer:
B0200453
Projektzeitraum:
01.02.2026 - 30.06.2027
Projektart:
Mittelprojekt
Aktion:
Grenzenlose Natur- und Kulturlandschaft
Leadpartner:
Naturpark Karwendel
Projektpartner:
Bayerisches Landesamt für Umwelt
EFRE Fördersatz:
75%

Gemeinsam für den König der Lüfte

Der Steinadler ist ein Sinnbild der Alpen – majestätisch, selten und hochsensibel. In Bayern werden seine Reviere seit Jahrzehnten sorgfältig überwacht. Doch gerade entlang der Grenze zu Tirol fehlt bislang ein vollständiges Bild: Wo genau liegen die Reviere? Wie erfolgreich brüten die Adler? Und welche Gefahren beeinflussen ihren Nachwuchs?

Aktuell bringt ein bayerisches Revier im Schnitt nur 0,3 flügge Jungvögel pro Jahr hervor – ein alarmierender Wert. Die Ursachen sind noch ungeklärt. Umso wichtiger ist der Blick über die Grenze: Ein gemeinsames, grenzüberschreitendes Monitoring kann zeigen, wo Probleme entstehen – und wo Lösungen liegen.

Ein Projekt, das Grenzen überwindet

Erstmals werden bayerische und tiroler Daten zusammengeführt. Bewährte Monitoring-Methoden aus Bayern treffen auf neue Erhebungen in Tirol. So entsteht ein einheitliches Bild der Steinadlerpopulation im Karwendel und seinen Grenzregionen – ergänzt durch historische Daten und gezielte Besucherlenkung.

Unser Ziel

Wir wollen den Steinadler langfristig schützen – mit Wissen, Zusammenarbeit und konkreten Maßnahmen. Das Projekt schafft die Grundlage für:

  • mehr Ruhe an Brutplätzen,

  • höhere Bruterfolge,

  • und ein ausgewogenes Miteinander von Naturschutz und sanftem Tourismus.

Was wir erreichen

  • Einheitliches, grenzüberschreitendes Monitoring

  • Analysen zu Störungen durch Freizeit, Tourismus und Luftsport

  • Pilotmaßnahmen wie Schutz- und Flugverbotszonen

  • Informationskampagnen und Workshops mit Tourismus, Bergsport, Jagd und Behörden

Für wen wir arbeiten

Für alle, die von einer lebendigen Alpenlandschaft profitieren:
Behörden, Schutzgebietsverwaltungen, Bergsportler, Touristiker – und nicht zuletzt für die Menschen, die den Steinadler auch in Zukunft am Himmel der Alpen sehen möchten.