Interreg Österreich-Bayern 2014-2020

Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur Umsetzung einer länderübergreifenden Heimatkarte

zwischen Tirol und Bayern nach dem Vorbild umlagefinanzierter Gästekarten

Themenfeld:
Tourismus
Projektnummer:
TIR 16
Projektzeitraum:
01.08.2019 - 29.02.2020
Leadpartner:
Verein Vitalpin (grenzüberschreitender Verein)
Gesamtkosten:
24.600 €
Mittel beantragt:
18.450 €
EFRE Fördersatz:
75%

Der Alpenraum in Bayern und Tirol ist Lebens-, Arbeits- und Erholungsraum für viele Menschen. Obwohl ein Großteil der Bewohner direkt oder indirekt vom Tourismus lebt, ist aus der Sicht des Antragstellers eine schwindende Akzeptanz nach touristisch motivierten Veränderungen festzustellen. Der touristischen Infrastruktur wird eine zu geringe Wertschätzung entgegengebracht. Einzelne sprechen hier auch bereits von Overtourism. Vor allem die Verkehrsüberlastung und die Anreise zu den Freizeiteinrichtungen stellen für die Regionen eine zunehmende Belastung dar.
Idee der Antragstellerin ist die Schaffung einer „All-Inclusive-Heimatkarte“, die zu einem bestimmen festgelegten Preis gekauft werden kann und folglich die Nutzung aller enthaltenen Leistungen (der touristischen Highlights unserer Regionen) kostenlos ermöglicht sowie durch die Einbindung des ÖPNV und anderer innovativer Mobilitätslösungen zur Anreise und Förderung des öffentlichen Verkehrs beiträgt.
Die Realisierungsmöglichkeiten dieser Heimatkarte sollen im Rahmen einer Machbarkeitsstudie geprüft werden.

Projektziel
Im Rahmen einer Studie will man Machbarkeit und Realisierungsoptionen einer überregionalen "All-Inclusive-Heimatkarte“ prüfen. Dabei sollen Schnittmengen zu bestehenden Karten wie beispielsweise die Allgäu-Walser-Card, ZugspitzCard, Freizeitticket etc. geschaffen und Synergien (z.B. hinsichtlich einer einheitlichen Technologie) aufgezeigt werden. Neben der kostenlosen Nutzung der touristischen Infrastruktur soll die Karte die ÖPNV-Angebote und weitere innovative Mobilitätslösungen einbinden und so zur Anreise und Förderung des ÖPNV beitragen. Über diese Karte könnte auch die Messung der Verkehrs- und Besucherströme möglich sein, um wertvolle Informationen zur die ÖPNV-Taktung zu erhalten. Teil der Machbarkeitsstudie ist zum einen die Erhebung aller relevanten Karten- und Kassensysteme und die Vermeidung von Kannibalisierungs-mechanismen für ebendiese bestehenden Karten. 

Projektinhalt
Die "All-Inclusive-Heimatkarte“ soll touristische Leistungen wie Museen, Bergbahnen, Thermen und weitere touristische Attraktionen, sowie ÖPNV-Angebote und Mobilitätslösungen nach dem Vorbild von umlagefinanzierten Gästekarten bündeln.
Geplant ist daher die Durchführung einer fundierten Machbarkeitsstudie mit Untersuchung und Analyse hinsichtlich

  • rechtlicher Rahmenbedingungen
  • Bereitschaft der touristischen Leistungsträger
  • Analyse und Strategie einer geeigneten Produkt- und Preisstrategie
  • Klärung der technologischen Anforderungen und der technischen Umsetzbarkeit
  • Eignung des Vereins Vitalpin als Systembetreiber bzw. ggf. aufzeigen von Alternativen
  • Prüfen von geeigneten, länderübergreifenden Vertriebsstrategien.