Interreg Österreich-Bayern 2014-2020

Historische Holzbringung

Transportwege des Holzes im Raum zwischen Saline Hall und Kloster Ettal

Themenfeld:
Kultur
Projektnummer:
TIR 17
Projektzeitraum:
01.01.2020 - 31.03.2022
Leadpartner:
Tiroler Forstverein
Projektpartner:
PP 2: Bayerischer Forstverein, PP 3: Österreichische Bundesforste AG, Forstbetrieb Oberinntal, PP 4: Bayerische Staatsforsten AöR, PP 5: Naturpark Ammergauer Alpen e.V., PP 6: Stadt Innsbruck/Amt für Land- und Forstwirtschaft, PP 7: Gemeinde Schwaigen
Gesamtkosten:
25.000 €
Mittel beantragt:
18.750 €
EFRE Fördersatz:
75 %

Die Regionen Ammergebirge, Wettersteingebirge und Karwendel blicken aufgrund der topographischen Besonderheiten bzw. deren Holzreichtum auf eine gemeinsame bewegte Forstgeschichte zurück. Durch die landesgeschichtlichen Herausforderungen, den Holzbedarf der Städte München und Innsbruck zu decken und wichtige Einkommensquellen zu sichern, wurden lokal ganz besondere Lösungen für den Holztransport gesucht und technische Innovationen entwickelt.

Im Grenzgebiet gibt es noch wenige Zeitzeugen, welche die historische Holznutzung selbst erlebt bzw. von deren Vorfahren sie konkretes Wissens übermittelt bekommen haben. Auch zeugen nur noch wenige Bauwerke von den historischen Transportwegen des Holzes. Da es aktuell keine verwertbaren Sammlungen bzw. standardisierte Archivunterlagen gibt, will man die Geschichte der historischen Forstwirtschaft und Holznutzung weiter beforschen und ergänzende wertvolle Daten sammeln, um diese für die nachfolgenden Generationen zu sichern. Teil der umfangreichen Recherchen wird u.a. die Durchführung von Zeitzeugeninterviews sein. Zu den herausragenden bzw. forstgeschichtlich bisher wenig beschriebenen Lösungen zählen die Bremsbergbahn in Grafenaschau, die Bedeutung der Pferderückung für Kleinbauern im Ammertal, die Standseilbahn im Graswangtal als auch die „Hirnrinne“ in der Leutasch, die Gegenstand der Recherchearbeit sein werden. Der Zeitraum welcher im Rahmen dieses Projektes forstgeschichtlich beleuchtet werden soll, reicht vom Spätmittelalter bis in das letzte Jahrhundert.

Die Wissenssammlung wird in einem „Forstgeschichts-Wiki“, einer offenen und frei zugänglichen Internetplattform, eingepflegt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die technische Grundlage wird über das Interreg-Großprojekt „Wege des Holzes“ im Frühjahr 2020 geschaffen. Der Naturpark Karwendel ist Leadpartner des Großprojekts und begleitet das Kleinprojekt als assoziierter Partner, damit die Themenfelder nicht doppelt beforscht werden.

In die Zukunft gedacht soll diese Sammlung forsthistorischer Besonderheiten als Grundlage für spätere Projekte im Bildungsbereich (Schulen, Erwachsenenbildung) und im Tourismus dienen. Gemeinschaftsprojekte wie z.B. Ausstellungen, überregionale Themenwege können auf diese Arbeit aufbauen.