Interreg Österreich-Bayern 2014-2020

Letzte Jäger, erste Hirten und Bauern

- die vorgeschichtlichen Wurzeln der Grünlandwirtschaft in der Region Zugspitze-Wetterstein-Karwendel

Themenfeld:
Bildung
Projektnummer:
BY 25
Projektzeitraum:
01.01.2021 - 30.06.2022
Leadpartner:
Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) - Institut für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie und Provinzialrömische Archäologie
Projektpartner:
Universität Innsbruck - Institut für Archäologien
Gesamtkosten:
24.957 €
Mittel beantragt:
18.718 €
EFRE Fördersatz:
75 %

Mit vorliegendem Projekt will man dem Ursprung der bäuerlichen Lebensweise im Gebiet der Euregio ZWK nachgehen. Zu Beginn der Jungsteinzeit, um 5.500 Jahre v. Chr., erfolgte im Tiefland der Übergang von der Lebensweise der Jäger und Sammler hin zur sesshaften Lebensweise der ersten Hirten und Ackerbauern. Weitgehend unklar ist jedoch, wann erstmals Weidewirtschaft und Ackerbau im Voralpenland in größeren Höhenlagen und in den Nördlichen Kalkalpen erfolgte.

Im Projekt soll der Frage nachgegangen werden, wie in der Region die Natur-  in eine Kulturlandschaft umgestaltet wurde. Archäologische, archäobiologische und archäozoologische Analysen sollen zeigen, wie diese Landschaft zu Beginn der menschlichen Eingriffe aussah und welche Veränderungen seit dem Einsetzen der Grünlandwirtschaft stattgefunden haben.

Folgende Arbeitspakete sind im Rahmen der Projektumsetzung geplant: Recherche und wissenschaftliche Auswertung von bisher verfügbaren archäologischen Funden. Erschließung von neuen archäologischen und naturwissenschaftlichen Quellen durch Feldbegehungen und Ausgrabungen und taucharchäologische Untersuchungen. Während der Geländearbeiten sollen Filmaufnahmen erfolgen, welche nach Projektabschluss als Lehrfilme für Schulen und Kinder der verschiedensten Altersstufen dienen sollen. Schülerinnen und Schüler der Region sollen aktiv in die Geländearbeiten einbezogen werden.