Interreg Österreich-Bayern 2014-2020

Ölschiefer-Bergbau im westlichen Karwendel

Themenfeld:
Kultur
Projektnummer:
TIR 15
Projektzeitraum:
01.09.2019 - 31.03.2022
Leadpartner:
Gemeinde Reith bei Seefeld
Projektpartner:
PP2: Gemeinde Wallgau, PP3: Gemeinde Seefeld, PP4: Tourismusverband Olympiaregion Seefeld, PP5: Markt Mittenwald, PP6: Gemeinde Krün, PP7: Alpenwelt Karwendel Mittenwald Krün Wallgau Tourismus GmbH, PP8: Gemeinde Scharnitz
Gesamtkosten:
25.000 €
Mittel beantragt:
18.750 €
EFRE Fördersatz:
75%

Der Ölschiefer-Bergbau im oberen Isartal und in den Tiroler Nachbargemeinden Scharnitz, Seefeld und Reith blickt auf eine lange gemeinsame Tradition zurück. Bis Anfang/Mitte der 1960er Jahre wurde Ölschiefer in der Region abgebaut und in der Maximilianshütte in Reith bei Seefeld weiterverarbeitet. Heutzutage wird das Öl aus Frankreich importiert, die Weiterverarbeitung findet aber nach wie vor in Tirol statt, wo die Firma Ichthyol die Grundsubstanz für zahlreiche Arzneimittel herstellt.


Projektziel
Die Projektpartner haben sich zum Ziel gesetzt, die gemeinsame Bergbaugeschichte aufzuarbeiten, um das kulturelle Erbe der Nachwelt zu bewahren. Die gemeinsame Geschichte soll fundiert und wissenschaftlich aufgearbeitet werden und auch in die jeweiligen Landes- bzw. Staatsarchive Eingang finden.


Projektinhalt

  • Ein Forschungsteam bestehend aus einem Bergbauhistoriker und einem Geologen bzw. Lagerstättenkundler soll für die Dauer von zwei Jahren vorhandene Materialien sichten. Dabei sollen u.a. folgende Archivbestände berücksichtigt werden: Firma Ichtyol Gesellschaft, Tiroler Landesarchiv, Montanbehörde West Salzburg, Oberste Bergbaubehörde Wien, Oberbergamt München, Staatsarchiv München und Bayerisches Hauptstaatsarchiv.
  • Sammlung der Rohmaterialien und Erstellung einer chronologischen Gesamtfassung.
  • Dokumentation der Forschungsergebnisse und Erstellung einer Popularversion.
  • Auftakt zur Sensibilisierung und Einstimmung der Bevölkerung: Vortragsreihe in den bayerischen und Tiroler Partnergemeinden.
  • Verbreitung der Projektergebnisse durch öffentlich wirksame Veranstaltung und über Wikipedia.
  • Externe Dienstleistung: Koordination der Abstimmungsgespräche der Projektpartner, dem Forschungsteam und Organisation der Vortragsreihe.