Interreg Österreich-Bayern 2014-2020

Potenziale für branchenübergreifende Kooperation und grenzüberschreitende Strukturpolitik in der EUREGIO ZWK

Themenfeld:
Wirtschaft und Regionalentwicklung
Projektnummer:
BA0200448
Projektzeitraum:
01.07.2026 - 01.06.2028
Projektart:
Mittelprojekt
Aktion:
Grenzenlose Wissensgesellschaft
Leadpartner:
Hochschule für angewandte Wissenschaften München
Projektpartner:
Zugspitz Region GmbH Wirtschaftskammer Tirol, Bezirksstellen Reutte und Innsbruck-Land
EFRE Fördersatz:
75 %

Das Interreg-Mittelprojekt „Grenzüberschreitende Kooperationen“ widmet sich der wirtschaftlichen Entwicklung und Vernetzung in der EUREGIO Zugspitze-Wetterstein-Karwendel. Ausgangspunkt ist die kleinteilige Wirtschaftsstruktur der Region mit vielen kleinen und mittleren Unternehmen. Diese erschwert bislang den Wissenstransfer, die Nutzung gemeinsamer Synergien und eine abgestimmte grenzüberschreitende Strukturpolitik.

Ziel des Projekts ist es, erstmals eine gemeinsame, datenbasierte Wissensgrundlage für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen sowie die Tiroler Bezirke Innsbruck-Land und Reutte zu schaffen. Im Mittelpunkt steht eine datengetriebene SWOT-Analyse der regionalen Wirtschaftsstruktur. Diese soll wirtschaftliche Stärkefelder, Branchenverflechtungen, Kooperationspotenziale sowie Chancen und Risiken der Region sichtbar machen.

Die Ergebnisse der Analyse werden in einem strukturierten Projektbericht aufbereitet und anschließend in drei grenzüberschreitenden Ergebnisworkshops gemeinsam mit regionalen Akteur:innen diskutiert. Die Workshops dienen dem Wissenstransfer, der Weiterbildung und der Vernetzung. Thematisch stehen die Interpretation der Analyseergebnisse, Kooperationschancen in Schlüsselbranchen sowie Potenziale für Start-ups und Ansiedlungspolitik im Fokus.

Das Projekt verfolgt insbesondere folgende Ziele:

  • Aufbau einer gemeinsamen datenbasierten Wissensgrundlage für die EUREGIO ZWK
  • Identifikation wirtschaftlicher Stärkefelder und Entwicklungspotenziale
  • Förderung branchenübergreifender Kooperationen
  • Stärkung des grenzüberschreitenden Wissenstransfers
  • Unterstützung einer abgestimmten Wirtschafts-, Struktur- und Ansiedlungspolitik
  • Aufbau und Festigung eines grenzüberschreitenden Netzwerks regionaler Akteure

Von den Ergebnissen profitieren insbesondere Wirtschaftsförderungen, Kammern, Unternehmen, Branchenvertreter:innen, politische Entscheidungsträger:innen, Gründer:innen und Start-ups im bayerisch-tirolerischen Grenzraum.

Die Projektpartnerschaft verbindet wissenschaftliche Expertise der Hochschule München mit regionaler Wirtschafts- und Standortkompetenz der Zugspitz Region GmbH sowie der Wirtschaftskammer Tirol. Dadurch werden Forschung, Praxiswissen und regionale Vernetzung gezielt zusammengeführt.

Das Projekt leistet einen Beitrag zur Euregio-Strategie im Aktionsfeld 1 „Grenzenlose Wissensgesellschaft“, insbesondere zur Stärkung qualifizierter Akteur:innen durch Wissenstransfer, Weiterbildung und Netzwerkbildung. Es wird im Rahmen des Interreg-Programms Bayern–Österreich unterstützt.