Interreg Österreich-Bayern 2014-2020

Vorstudie Ringbus Ammergebirge

Themenfeld:
Mobilität und Natur, Tourismus, Regionalentwicklung
Projektnummer:
BA0300092
Projektzeitraum:
01.12.2022 - 31.03.2024
Projektart:
Kleinprojekt
Aktion:
Tourismus im Grenzraum
Leadpartner:
Ammergauer Alpen GmbH
Projektpartner:
Tourismusverband Naturparkregion Reutte (PP2); aassoziierte Partner: Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Landkreis Ostallgäu, Landkreis Weilheim-Schongau, Füssen Tourismus und Marketing, Regionalentwicklung Außerfern (REA)
Gesamtkosten:
32.860 €
Mittel beantragt:
24.645 €
EFRE Fördersatz:
75%

Rund um das Ammergebirge, im Norden entlang der B17 und St2059, im Osten verlängert entlang der B23, südlich entlang der St2060 sowie in Tirol entlang der L255 und 179 reihen sich zahlreiche kulturelle und naturbezogene Ausflugs- und Ausgangspunkte für natur- und kulturbezogene Freizeitgestaltung und Touren dicht aneinander. Bei Einheimischen wie Gästen erfreuen sich diese insbesondere an den Wochenenden von Mai bis Oktober hoher Beliebtheit. Der hierdurch induzierte Ausflugsverkehr, zumeist mit dem PKW, führt zu Belastungen der Einheimischen sowie des angrenzenden Naturraums.

Der auf Berufs- und Schulverkehr ausgelegte ÖPNV bietet am Wochenende nur eine Minimalversorgung. Derzeit fahren die Buslinien 9606 (Oberammergau-Füssen), 100 (Füssen-Reutte) und 9622 (Oberammergau- Linderhof). Die Verbindung zwischen Linderhof und Reutte über die Burg Ehrenberg wird voraussichtlich nach langen Jahren ohne Betrieb erstmals wieder 2023 bedient. Dies wurde von den Projekt- und assoziierten Partnern angestoßen.

Ein Ringbus könnte hier als regions- und länderübergreifendes Mobilitätsangebot

  • eine Entlastung der Verkehrs- und Naturräume unterstützen,
  • das bestehende ÖPNV-Angebot hinsichtlich einer freizeittouristischen Nutzung ergänzen,
  • neue freizeittouristische Angebote und Nutzungsmöglichkeiten auf Grundlage des ÖPNV erschließen,.
  • die Entwicklung regionenübergreifender und länderübergreifender Freizeitangebote, orientiert an der Freizeitnutzung der Einheimischen, unterstützen.

Die Ringbuslinie ermöglicht beispielsweise, dass bei Wanderungen mit unterschiedlichen Ausgangs- und Endpunkten, z.B. Überschreitung des Ammergebirges, die Wanderer mit dem Bus komfortabel an ihren Ausgangspunkt zurückkehren können..

Die Vorstudie, die die Tourismusverbände Ammergauer Alpen und Naturparkregion Reutte und die assoziierten Partner (ÖPNV und Tourismusbeauftragte der Landratsämter Garmisch Partenkirchen, Ostallgäu, Weilheim-Schongau, Füssen Tourismus und Marketing, REA Außerfern) mit Hilfe eines Verkehrsplanungsbüros durchführen, klärt daher in einem ersten Schritt durch Befragungen der potentiellen Nutzer der Ringbuslinie, wie der Ringbus am besten gestaltet werden muss, damit möglichst viele Einheimische, Tagesbesucher und Übernachtungsgäste das Angebot nutzen werden. Auf Basis dieser Befragungen erarbeitet das Planungsbüro im zweiten Schritt einen Fahrplanentwurf und eine Kostenschätzung für die Umsetzung des Ringbusses.

Zusätzlich werden die Projekt- und assoziierten Partner die Möglichkeiten, die sich durch die neu geschaffene Linie zwischen Linderhof und Reutte ergeben, bereits 2023 intensiv kommunizieren und bewerben.