Interreg Österreich-Bayern 2014-2020

Zitronenzeisig, Waldbirkenmaus und Co (ZiWACo)

Schutz von Alpen-Endemiten im bayerischtirolerischen Grenzraum

Themenfeld:
Natur
Projektnummer:
BA0100473
Projektzeitraum:
01.06.2026 - 31.12.2028
Projektart:
Großprojekt
Leadpartner:
Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e. V.
Projektpartner:
Regierung von Schwaben, Land Tirol, Alpenzoo Innsbruck-Tirol - IUCN-Artenschutzzentrum für Kleinsäuger
Gesamtkosten:
821.929 €
EFRE Fördersatz:
75 %

Das Projekt setzt sich für den Schutz gefährdeter und besonders charakteristischer Arten des Alpenraums ein. Im Mittelpunkt stehen Arten, deren Lebensräume sich in einem vielfältigen Mosaik aus Weideflächen, Feuchtgebieten und Waldlichtungen überschneiden. Veränderungen der Landnutzung und der Klimawandel können die Qualität und Vernetzung dieser Lebensräume beeinträchtigen.

Durch eine naturverträgliche Bewirtschaftung, gezielte Pflege und Maßnahmen zur Klimaanpassung sollen Lebensräume erhalten und aufgewertet werden. Dazu gehören eine angepasste Beweidung und Mahd, der Schutz wichtiger Habitatstrukturen, die Förderung von Nahrungs- und Rückzugsräumen sowie die Verbesserung geeigneter Wasserstellen. Für ausgewählte Gebiete werden gemeinsam mit regionalen Akteuren integrierte Schutzkonzepte entwickelt und umgesetzt.

Das Projekt verbindet praktische Naturschutzmaßnahmen mit Monitoring, Zusammenarbeit und Öffentlichkeitsarbeit. Fachstellen und Bewirtschaftende sollen sich in regionalen Netzwerken abstimmen und durch Schulungen sowie Informationsmaterial unterstützt werden. Regelmäßige Erhebungen zu Arten, Lebensräumen und menschlicher Nutzung dienen dazu, Entwicklungen zu verfolgen und Maßnahmen bei Bedarf anzupassen. Die Ergebnisse werden dokumentiert und für zuständige Stellen und weitere Interessierte zugänglich gemacht.

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Regionen in Bayern und Tirol ermöglicht einen abgestimmten Schutz über Verwaltungsgrenzen hinweg. Arten und Lebensräume enden nicht an politischen Grenzen; deshalb sind gemeinsame Datengrundlagen, vergleichbare Erfassungsmethoden und ein Austausch von Fachwissen wichtig. Die Partner können auf bestehenden Erfahrungen und Verfahren aufbauen, diese weiterentwickeln und gemeinsam für die Schutzplanung nutzen. Auch Daten, Kontakte, Ausrüstung und praktische Ressourcen lassen sich so effizienter einsetzen.

Übergeordnetes Ziel ist es, gefährdete Arten und ihre Lebensräume langfristig zu sichern, den Biotopverbund im Alpenraum zu stärken und die regionale Zusammenarbeit im Naturschutz auszubauen.